Forum Kultur: Kampf um Form - Walter Kaesbach und Paul Schultze-Naumburg im kulturellen Spannungsfeld der Weimarer Republik Fensters

Status
Kursnummer 202D2002F
Beginn Mi., 23.09.2020, 19:00 - 20:30 Uhr
Kursgebühr 7,50 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Thomas Brandt
Kursort
Kampf um Form - Walter Kaesbach und Paul Schultze-Naumburg im kulturellen Spannungsfeld der Weimarer Republik.
Heute noch existiert das kubische Haus von Walter Kaesbach in Düsseldorf-Lohausen, das er sich 1930 als Direktor der Kunstakademie bauen ließ. Seit 1924 führte er das Institut in die Moderne, berief namhafte Lehrer wie den Bildhauer Ewald Mataré und die Maler Paul Klee und Heinrich Campendonk. Er führte Studienfächer wie Städtebau, Garten- und Bühnenkunst sowie Werbung ein und erfand den sich noch heute großer Beliebtheit erfreuenden "Rundgang". 1933 wurde er von den Nationalsozialisten zwangspensioniert, verkaufte sein Haus, zog an den Bodensee und kehrte nie wieder ins Rheinland zurück.
2019 jährte sich zum 100ten Mal die Gründung des "bauhaus" in Weimar. In der Art des von ihm propagierten "Neuen Bauens" ließ auch Walter Kaesbach sein Haus errichten. Der Vortrag "Kampf um Form" fragt nach den Haltungen, die hinter den Formen standen - bei denen, die als "entartet" beschimpft wurden, wie auch bei denen, die davon überzeugt waren, sich "artgerecht" zu verhalten.
Dazu stellt er Walter Kaesbach das Leben und Werk des Publizisten, Gestalters und Architekten Paul Schultze-Naumburg gegenüber, der sich als Traditionalist im Verlauf der 1920er Jahre zu einem erbitterten Gegner der Moderne entwickelte - im festen Glauben, sein Volk vor dem Untergang retten zu müssen.

Für Inhaber der "klugen Karte" (Kundenkarte der VHS) ist der Eintritt frei!
Ebenso für Mitglieder des Fördervereins ist der Eintritt frei!

Anmeldung nicht erforderlich; Abendkasse



Datum
23.09.2020
Uhrzeit
19:00 - 20:30 Uhr
Ort
Lüpertzender Straße 85, VHS am Sonnenhausplatz;2.Stock;Raum 203 (Grüner Salon)