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Filmvorführung: Suffragetten - Taten statt Worte

Status
Kursnummer 241C2040
Beginn Do., 07.03.2024, 19:00 - 21:10 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Helmut Schaper
Kursort
Aus Anlass des internationalen Frauentages 2024 zeigt der RosaLuxemburgClub MG den Film "Sufragetten - Taten statt Worte" mit Meryl Streep in der Hauptrolle als Emmeline Pankhurst.

Der Internationale Frauentag hat seine Wurzeln in der Arbeiterinnenbewegegung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Ab Ende des 19. Jahrhunderts plädierten Frauen- und Arbeiterinnenbewegungen für einen Tag, an dem sich Frauen landes-, beziehungsweise weltweit für Gleichberechtigung, höhere Löhne und bessere Artbeitsbedingungen für Frauen sowie für ein Frauenwahlrecht und gegen Diskriminierung einsetzen.

Erstmals fand der Frauentag am 19. März 1911 statt. 1921 wurde er endgültig auf den 8. März gelegt.

Die englische Bezeichnung "suffragette" wurde ursprünglich in der britischen Presse zur Abwertung der Wahlrechts-Aktivistinnen benutzt. Sie wurde von diesen jedoch erfolgreich für sich als Selbstbezeichnung vereinnahmt. Im Nachlauf der Bewegung wurde die Bezeichnung "Suffragette" erneut abwertend für engagierte Frauenrechtlerinnen verwendet, ähnlich wie heute der Ausdruck "Emanze" in seiner ursprünglich abwertenden Bedeutung.

1903 gründete Emmeline Pankhurst in Großbritannien die "Women's Social and Political Union", eine bürgerliche Frauenbewegung, die in den folgenden Jahren sowohl durch passiven Widerstand, als auch durch öffentliche Proteste bis hin zu Hungerstreiks auf sich aufmerksam machte. Neben dem Wahlrecht kämpften sie für die allgemeine Gleichstellung der Frau und für heute so selbstverständliche Dinge wie das Rauchen in der Öffentlichkeit. Die sogenannten "Suffragetten" waren teilweise gezwungen in den Untergrund zu gehen und ein gefährliches Katz und Maus-Spiel mit dem immer brutaler zugreifenden Staat zu führen. Es waren größtenteils Arbeiterfrauen, die festgestellt hatten, dass friedliche Proteste keinen Erfolg brachten. In ihrer Radikalisierung riskierten sie alles zu verlieren - ihre Arbeit, ihr Heim, ihre Kinder und ihr Leben. Fesselnd wie ein Thriller erzählt SUFFRAGETTE die spannende und inspirierende Geschichte ihres Kampfes um Würde und Selbstbestimmung.

Als erstes europäisches Land gab 1906 Finnland mit seiner Landtagsordnung vom 1. Juni Frauen das Wahlrecht.

Am 6. Februar 1918 folgte das Vereinigte Königreich, auch wenn das Wahlrecht zunächst auf Frauen über 30 eingeschränkt blieb, falls sie selbst oder ihre Ehegatten das an Besitz gebundene kommunale Stimmrecht besaßen. Volle elektorale Gleichberechtigung wurde am 2. Juli 1928 gewährt.

In Deutschland wurde das Wahlrecht mit der Verordnung über die Wahlen zur verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung vom 30. November 1918 gesetzlich fixiert. Somit konnten Frauen bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung am 19. Januar 1919 erstmals auf nationaler Ebene ihr Wahlrecht nutzen.

Erscheinungsjahr 2015
Länge 106 Minuten
Altersfreigabe FSK 12




Datum
07.03.2024
Uhrzeit
19:00 - 21:10 Uhr
Ort
Lüpertzender Straße 85, VHS am Sonnenhausplatz;1.Stock;Raum 113 (Saal)